Jugend und Wohnen,
Dietikon

Ansicht von Südwest
neues Zimmer im Soussol
Küche
Wohnraum
 

Das Haus Neumattstrasse 2 wurde 1933 erbaut und befindet sich an zentraler Lage am Rande der Kernzone. Infolge der Übernahme des Hauses durch die Stiftung Jugend und Wohnen verlangte das Hochbauamt des Kantons Zürich die vorgeschriebene hindernisfreie Zugänglichkeit des Gebäudes.

Für das kleine Haus Neumattstrasse 2 bedeuteten diese Anforderungen aber aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse einen erheblichen Eingriff. Die Gelegenheit sollte daher genutzt werden, das Haus als Ganzes zu sanieren, um für die nächsten Jahrzehnte über ein funktionstüchtiges und unterhaltsarmes Haus zu verfügen.

Die Lage in der Kernzone Dietikons erfordert baurechtlich die Umsetzung von verschiedenen Vorgaben wie z.B. Fenstersprossen, minimale Dachrandbreiten etc. Die Anwendung dieser Kernzonenvorschriften in Kombination mit dem verhältnismässig voluminösen Liftanbau ergab jedoch vorerst eine unbefriedigende und unproportionale Gesamtwirkung. Die Stadt Dietikon ermöglicht aber Ausnahmen durch einen Passus in der Bauordnung: "Projekte die das Ortsbild qualitätvoll weiterentwickeln... werden Abweichungen von den Kernzonenbestimmungen zugelassen".

Das ausgearbeitete Projekt verfolgt konsequent eine sorgfältige, zeitgemässe Detail- und Formensprache, die das Haus wiederum als ein "architektonisches Ganzes" auftreten lässt und die neuen funktionalen und wärmedämmtechnischen Anforderungen integriert.

Im Hausinnern wurde einerseits eine hohe Funktionalität, andererseits ein nahtloses, aber auch kontrastierendes Zusammenfügen von bestehenden alten und neuen Elementen geschaffen. Materialien, Farben, Licht und Möblierung erinnern an ein gemütliches Familienhotel.